Über mich

Über mich – Die Geschichte hinter Macadine


Hallo, ich bin Nadine. Schön, dass du den Weg in meine kleine Macaron-Welt gefunden hast!


Wenn mir vor ein paar Jahren jemand gesagt hätte, dass ich heute ein offiziell eingetragenes Handwerksgewerbe für die französische Königsdisziplin der Patisserie führe, hätte ich vermutlich ungläubig gelächelt. Denn mein Weg zu den perfekten Macarons begann nicht in einer Luxus-Backstube, sondern vor knapp zwei Jahren auf einer Facebook-Seite für Hobbybäcker. Ich sah diese bunten, eleganten Meisterwerke und dachte mir: „Mensch, das sieht aber schick aus – das isst meine Tochter bestimmt gerne.“


Vom „Naturtalent“ zum Backstuben-Krimi


Der allererste Versuch funktionierte wie durch ein Wunder perfekt. Ich war im Siebten Himmel und hielt mich schon für ein absolutes Naturtalent. Doch die Back-Götter wollten es mir nicht so einfach machen: Ab dem dritten Blech ging es steil bergab. Risse, keine „Füßchen“, hohle Schalen – alles, was bei Macarons schiefgehen kann, ging schief.
Nach einem halben Jahr voller Fehlschläge war ich kurz davor, das Handtuch zu werfen. Aber ich hatte die Rechnung ohne meine wichtigste Chef-Kritikerin gemacht: Meine Tochter hatte schon beim ersten Blech gekostet und verkündet: „Ja Mama, das schmeckt gut. Das will ich immer!“ Sie ließ mich nicht aufgeben. Sie wollte ihre Macarons – und ich blieb dran. Ich tüftelte, testete und backte so lange weiter, bis die Schalen und Füllungen endlich genau dem Perfektionismus entsprachen, den dieses feine Gebäck verlangt.
Wenn Liebe durch den Magen geht!


Irgendwann backte ich so viel, dass meine Familie es gar nicht mehr alleine essen konnte. Sogar mein Partner, der eigentlich einen großen Bogen um alles Süße macht, forderte seine wöchentliche Ration ein. Spätestens da wusste ich: Scheinbar schmeckt Liebe einfach verdammt gut.


Aus unzähligen Rezepten habe ich über Monate hinweg meine ganz eigene Rezeptur entwickelt. Das Besondere an meinen Macarons? Sie backen mit einem Zuckeranteil von gerade einmal 43 % – das ist für diese französischen Köstlichkeiten außergewöhnlich wenig. So steht nicht die reine Süße im Vordergrund, sondern der echte, feine Geschmack der Zutaten und meiner wechselnden, kreativen Füllungen.


Mein Herzensweg in die Handwerksrolle


Als die Idee reifte, aus dem Hobby ein Gewerbe zu machen, wusste ich noch nichts von den bürokratischen Hürden in Deutschland. Erst die Rückmeldung vom Gewerbeamt öffnete mir die Augen: Macarons gehören zum Konditorenhandwerk – einer Meisterdisziplin, die eigentlich nur gelernten Meistern vorbehalten ist.
Doch an diesem Punkt gab es kein Zurück mehr. Mein Herz hing längst an der perfekten Macaronage, meine Familie stand hinter mir, und mein Ehrgeiz war geweckt. Ich habe den Kampf mit den Anträgen ganz alleine aufgenommen, mich monatelang vorbereitet und schließlich vor der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main die offizielle Sachkundeprüfung abgelegt. Heute bin ich stolz darauf, offiziell in die Handwerksrolle eingetragen zu sein und mein Handwerk legal und professionell ausüben zu dürfen.


Backstuben-Glück zwischen Teilzeitjob und Familie


Macadine führe ich im Nebengewerbe. Mein Alltag ist ohnehin schon ein Balanceakt aus meinem Teilzeitberuf und meinem eigentlichen „Hauptberuf“ als Vollzeit-Mama. Für viele mag das Backen da nach noch mehr Arbeit klingen, für mich ist es der reinste Ausgleich. Wenn ich in der Backstube stehe, vergesse ich die Zeit – ich liebe es einfach.

Die einzige echte „Herausforderung“? Meine mittlerweile 4-jährige Tochter steht natürlich immer noch an meiner Seite und möchte am liebsten bei jedem einzelnen Handgriff helfen. Schließlich hat sie die ganze Reise überhaupt erst ins Rollen gebracht.


Wenn du eine meiner Boxen öffnest, hoffe ich, dass du genau das schmeckst, was in jedem einzelnen Macaron steckt: Höchste handwerkliche Präzision, die besten Zutaten und eine ganz große Portion Herzblut.


Deine Nadine